Schritt für Schritt in eine bessere Zukunft
Mit unseren Zukunftsschritten geben wir dir immer freitags einen ganz konkreten Impuls, was du tun kannst, um zu einer besseren Zukunft für alle beizutragen. Von Aktionen in deinem direkten Umfeld bis hin zu Handabdruck-Maßnahmen, die das System verändern.
Du fährst oft mit dem Rad, erlebst dabei aber regelmäßig gefährliche Situationen? Es gibt bei dir zwar Radwege, aber die sind zu schmal und dazu noch häufig zugeparkt?
Geschützte Radwege lösen diese Probleme und sorgen für sicheres Radeln durch die Stadt.
Was ist ein geschützter Radweg?
Oft sind Radwege nur durch eine gemalte Linie abgetrennt und können auf dem Gehweg oder auf der Straße verlaufen. Hierbei kommt es häufig zu Konflikten mit Fußgänger*innen, die über den Radweg laufen, oder Autofahrenden, die über den Radweg fahren oder ihn zuparken. Dazu kommt: Gerade ältere Radwege sind häufig sehr schmal, so dass der Abstand zu vorbeifahrenden Autos zu gering sein kann (empfohlen werden 1,5 m).
Ein geschützter Radweg ist durch bauliche Maßnahmen wie Poller, Randsteine oder Blumenkübel abgetrennt, so dass Autos ihn nicht befahren oder zuparken können. Er ist breit genug, damit Radelnde sich gegenseitig überholen können und es ausreichend Abstand zum Autoverkehr gibt. Idealerweise wird eine komplette Fahrbahn für den Radverkehr reserviert.
Wie kannst du einen geschützten Radweg beantragen?
Du hättest gern einen geschützten Radweg bei dir vor Ort? Überlege, welche Strecke dafür am besten geeignet ist. Du solltest gute Argumente haben, denn häufig gibt es Interessenkonflikte mit fahrenden und parkenden Autos um den knappen Platz in der Stadt.
So kann es klappen:
1. Sammele Informationen
Frag beim zuständigen Verkehrsamt an, ob ein geschützter Radweg für deine gewünschte Strecke bereits in Planung ist. Auch wenn die Antwort ja lautet, solltest du aktiv werden, damit der Radweg auch wirklich umgesetzt wird.
2. Finde Verbündete
Informiere dich, ob es bereits Initiativen für einen geschützten Radweg gibt und schließe dich ihnen wenn möglich an. Falls es noch keine Initiative gibt, gründe selber eine. Hierfür kannst du bei Organisationen wie dem ADFC, dem VCD oder dem BUND nachfragen, ob sie mit dir gemeinsam aktiv werden möchten. Oder du sprichst Menschen und Organisationen an, von denen du denkst, dass sie sich für diese Stelle ebenfalls einen geschützten Radweg wünschen – zum Beispiel die Schule in der Nähe.
3. Stelle einen Antrag
Finde heraus, wer in der Verwaltung deiner Kommune für den Radverkehr verantwortlich ist. Schreibe dieser Person eine E-Mail mit einem formlosen Antrag, in dem du einen geschützten Radweg forderst. Ein Musterschreiben findest du zum Beispiel auf der Website des BUND.
Der Radweg wird bewilligt und angelegt? Wunderbar!
Falls nicht, kannst du auch einen temporären geschützten Radweg beantragen. Du kannst mit einer Critical Mass für mehr Aufmerksamkeit für den Radverkehr sorgen. Oder du richtest einen BiciBus ein, damit vor allem Kinder sicherer zur Schule kommen.
Weitere Infos findest du in der Broschüre des BUND: „Radverkehr selber machen!“
Was bewirkt das?
- Du erreichst, dass Kinder und Erwachsene in deiner Kommune sicherer mit dem Rad unterwegs sein können.
- Du motivierst mehr Menschen, mit dem Rad zu fahren.
- Gemeinsam leistet ihr einen Beitrag zur Verkehrswende und für klimafreundliche Mobilität.
Gemeinsam sind wir stärker.
Du möchtest anderen davon erzählen und sie motivieren, mitzumachen?
Dann teile einfach unser SharePic in deinem Messenger – oder wo auch immer du Menschen erreichst.
Los geht’s!
Headerbild: Andrzej Rembowski auf Pixabay
- Beantrage einen geschützten Radweg - 9. Oktober 2026
- Werde Mitglied in einer Energie-Genossenschaft - 12. Juni 2026
- Starte ein Klima-Bürgerbegehren - 15. Mai 2026
Veröffentlicht oder zuletzt aktualisiert am 09.10.2026





