Wählen für die Demokratie

Machst du dir Sorgen, dass undemokratische Kräfte die Macht bekommen könnten, unsere demokratischen Systeme ins Wanken zu bringen?

Dann ist JETZT der Zeitpunkt, aktiv zu werden. Denn im September sind Wahlen – vier verschiedene. Und jede einzelne davon zählt. Nicht nur für die jeweiligen Bundesländer übrigens. Denn die Landtagswahlen beeinflussen auch die Zusammensetzung des Bundesrates. Käme in Sachsen-Anhalt tatsächlich eine rechtsextreme Regierung an die Macht, hätte das also auch Auswirkungen auf die Bundespolitik.

Wann? Wo? Was wird gewählt?
6. September 2026 Sachsen-Anhalt Landtag
13. September 2026 Niedersachsen Kreistage, Stadträte, Gemeinderäte, Samtgemeinderäte, Stadtbezirksräte, Ortsräte, Regionsversammlung (Hannover)
20. September 2026 Berlin Abgeordnetenhaus, Bezirksverordnetenversammlungen
20. September 2026 Mecklenburg-Vorpommern Landtag

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Was kannst du jetzt tun?

Das Wichtigste, aber wahrscheinlich auch das Selbstverständlichste: Geh wählen! Und wähle eine demokratische Partei, die sich klar abgrenzt und die Zusammenarbeit mit rechtsextremen Parteien ausschließt. Wenn du nicht sicher bist, ob du es am Wahltermin schaffst, beantrage Briefwahlunterlagen.

Um dir die Entscheidung zu erleichtern, informiere dich genau über die Wahlprogramme der verschiedenen Parteien. Das geht am einfachsten über den Wahl-O-Mat oder, für einzelne Kommunen und Landkreise, beim Wahlcheck von Local Zero. Das hilft auch, wenn du weitere Kriterien wie z.B. Klimaschutz oder soziale Gerechtigkeit mit in deine Wahlentscheidung einfließen lassen möchtest. Mehr Tipps, wie du am besten fürs Klima wählst, findest du hier.

Warum kann „taktisches Wählen“ sinnvoll sein?

Vor allem in Sachsen-Anhalt steht viel auf dem Spiel. Wenn du dort wohnst, solltest du dir noch etwas mehr Gedanken über deine Wahlentscheidung machen. Dort drohen nämlich erstmals auch etablierte Parteien an der 5-%-Hürde zu scheitern. Das würde die Zusammensetzung des Landtags so verändern, dass es für die Rechtsextremen möglich sein könnte, allein eine Regierung zu bilden. Um das zu verhindern, braucht es nicht nur möglichst viele demokratisch denkende Menschen, die wählen gehen, sondern auch viele, die den demokratischen Parteien mit ihrer Zweitstimme über die 5-%-Hürde helfen.

Auf taktisch-waehlen.de kannst du dir anschauen, was das für deinen konkreten Wahlkreis bedeutet. Du kannst auch sehen, welche*r Kandidat*in der demokratischen Parteien die besten Chancen hat, einen rechtsextremen Direktkandidaten zu verhindern (dies betrifft die Erststimme).

Und du kannst auch bis zu den Wahlen noch aktiv mitmachen! An jedem Wochenende bis zum 6. September finden in Halle und Magdeburg „Haustürwahlkampf-Kongresse“ statt. Das sind Aktionstage, bei denen gemeinsam an vielen Haustüren geklingelt wird, um die Menschen darüber zu informieren, was auf dem Spiel steht. Mehr Infos findest du auf der Mitmachen-Seite von taktisch-waehlen.de.

Werde aktiv und nimm andere mit!

Apropos mitmachen: Besonders viel kannst du bewirken, wenn du nicht nur selbst wählen gehst, sondern auch mit anderen ins Gespräch kommst und möglichst viele andere Menschen überzeugst, wählen zu gehen und ihre Stimme einer demokratischen Partei zu geben.

Hier sind sieben Dinge, die du dafür tun kannst:

1. Sprich über die Wahlen, darüber, was auf dem Spiel steht, und worüber du dir Sorgen machst. Mit möglichst allen, mit denen du ins Gespräch kommst.

2. Schreib deine Gedanken zur Wahl auf. Auf Social Media, in Nachbarschaftsportalen wie nebenan.de oder sonst überall, wo du Menschen triffst.

3. Geh bewusst ins Gespräch. Hast du Menschen in deiner Familie oder sonst in deinem Umfeld, die möglicherweise rechts von der Brandmauer wählen? Sprich mit ihnen. Oder schreib ihnen einen Brief, in dem du deine Sorgen klar zum Ausdruck bringst. Wenn du Argumentationshilfen brauchst, findest du davon jede Menge im Netz, z.B. bei Campact. Oder du übst das Reagieren auf Stammtischparolen mit dem Online-Spiel Konterbunt.

4. Nimm andere mit zum Wahllokal. Frag zum Beispiel deine Nachbarin, ob ihr gemeinsam zum Wählen gehen wollt. Erinnere in deinem Freundes- und Familienkreis daran, dass die Wahl ansteht.

5. Pack Aufrufe zur Wahl in deinen Messenger-Status. Bilder und Inspirationen dazu findest du jede Menge im Netz.

6. Schreibe Leserbriefe. Vor allem bei Kommunalwahlen, bei denen Themen vor Ort eine große Rolle in der Wahlentscheidung spielen, können Leserbriefe an die Lokalzeitung einen großen Unterschied machen.

7. Unterstütze Organisationen in den Wahlkampfregionen, vor allem in Sachsen-Anhalt. Sowohl die demokratischen Parteien selbst als auch jede Menge Organisationen zur Demokratieförderung können JETZT deine Spende und Unterstützung gebrauchen. Zum Beispiel das Bündnis Sachsen-Anhalt. Weltoffen! oder die Aktion gerecht geht anders.

8. Und schließlich: Werde laut und aktiv. Schon lange vor der Wahl. Geh zu Demos, Mahnwachen oder anderen Aktionen, um dich klar zu positionieren (beim Demokrateam kannst du sehen, wo gerade Demokratie-Demos geplant sind.)

Du merkst es: Wir haben hier einen Fokus auf Sachsen-Anhalt gelegt, weil die Demokratie dort gerade besonders gefährdet ist. In Niedersachsen, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ist all das aber genauso wichtig. Also werdet aktiv! Vor Ort. Die Zeit zu handeln, ist jetzt!

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Katja
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Katja

Hoffnung kommt durch Handeln. Dieses Motto hilft Katja morgens aus dem Bett. Seit sie begonnen hat, ihren Alltag durch die "Was kann ich tun"-Brille zu betrachten, hat sie wieder Hoffnung. Und am meisten Hoffnung geben ihr die Begegnungen, die sie dank Content4Future und My Friday hat. Deshalb schreibt sie am allerliebsten hier. Auch wenn sie andernorts ebenfalls mit Schreiben ihr Geld verdient.

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