Kurz mal raus? Kurzurlaub, aber klimafreundlich.


Mal eben über’s Wochenende nach London, Mallorca, Teneriffa, an den Balaton oder nach New York fliegen? Gar kein Problem und gar nicht so teuer. Für’s Klima sind solche Kurztrips aber ein echter Killer. Wie wäre es deshalb, wenn du deinen nächsten Kurzurlaub stattdessen mit der Bahn oder dem Fahrrad planst? Und die nächste Flugreise, wenn du sie nicht ganz ausfallen lassen kannst oder möchtest, zumindest für einen längeren Urlaub reservierst?

Klimafreundlich reisen – wie geht das?

Wir haben ein paar Ideen und Impulse für dich, wie du dein verlängertes Wochenende möglichst klimafreundlich gestalten kannst.

1. Fahr mit der Bahn

Je nachdem, wo genau du wohnst, erreichst du viele Ziele nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern auch in vielen Nachbarländern wunderbar mit der Bahn. Oft macht Bahnfahren im Ausland auch mehr Spaß – pünktlicheren Zügen sei Dank. Und mit Interrail reist du meist günstiger als mit einzeln gebuchten Tickets.

Such das nächste Ziel doch mal danach aus, ob du es gut mit der Bahn erreichen kannst – vielleicht entdeckst du ja einen neuen Lieblingsort. Im Netz findest du jede Menge Empfehlungslisten für lohnenswerte Ziele, die gut mit der Bahn erreichbar sind, zum Beispiel bei 7f.com oder im Urlaubsreise-Blog.

Super planen und neue gut erreichbare Orte entdecken kannst du zum Beispiel mit Chronotrains. Dort gibst du deinen Start-Bahnhof ein und kannst dir anzeigen lassen, welche Ziele in 1, 2, 3, 4…. Stunden erreichbar sind, oder welche du mit Direktzügen oder auch Nachtzügen erreichen kannst.
Und wenn du herausfinden möchtest, wann die Fahrten besonders günstig sind, probier doch mal den sparpreis.guru aus.

2. Mach einen Fahrradurlaub draus

Wenn dir gar nicht so sehr nach Stadt, sondern eher nach Natur ist: Warum fährst du nicht einfach mit dem Fahrrad los? Ausgestattet mit Gepäckträgertaschen und je nach Jahreszeit ausreichend Sonnencreme oder Regenhose ist eine Fahrradreise ein Erlebnis, das du so schnell nicht wieder vergessen wirst. Du kannst es übrigens auch mit der Bahn kombinieren und zum Beispiel an einen schönen Ort anreisen oder die Rückfahrt mit der Bahn planen.

Du musst dabei ja keine Hunderte von Kilometern überwinden. Plane für deine erste Fahrradreise sparsame Tagesetappen von 30-50 Kilometern und nimm dir Zeit, die Strecke unterwegs zu erkunden.

Tipps für schöne Fahrradstrecken findest du im Netz überall – besonders überzeugt hat uns die Top-10-Liste der schönsten Fernradwege im Wanderspuren-Blog.

3. Wähle eine klimafreundliche Unterkunft

Auch die Wahl deiner Unterkunft hat Auswirkungen auf den CO2-Abdruck deines Kurzurlaubs. Wenn du die Möglichkeit hast, such dir ein möglichst nachhaltiges Hotel oder Apartment aus. Häufig sind die allerdings auch teurer.

Falls die Temperaturen es zulassen, ist eine günstigere Variante das Camping. Zelt und Schlafsäcke im Zug oder auf dem Gepäckträger mit dir herumzuschleppen, kann allerdings auch eine Herausforderung sein, gerade für Anfänger*innen. Muss auch nicht sein. Wenn es tatsächlich der naturnahe Camping-Urlaub sein soll: Es gibt auch Campingplätze, auf denen du Zelte mieten kannst. Sinnvoller, als ein Zelt zu kaufen, das die nächsten 10 Jahre in deinem Keller verstaubt, ist das allemal.

Wichtig: Mach dich beim Thema Unterkunft nicht verrückt: Gerade für einen Kurzurlaub macht die Anreise den Löwenanteil deines Reise-Abdrucks aus. Buch also lieber ein konventionelles Hotel für deine Bahnreise als in einem nachhaltigen Bio-Luxushotel in Übersee abzusteigen.

Einfach mal ausprobieren

Nutze den Freitag mal dazu, dir Gedanken zu machen, wie du deinen nächsten Kurzurlaub klimafreundlich gestalten kannst. Es muss nicht immer das Mittelmeer sein – garantiert gibt es in deiner Nähe wunderschöne Orte, die nur darauf warten, dass du sie entdeckst. Überleg dir, was dir an einem Kurzurlaub besonders Spaß macht, und denke das neu. Einfach mal ausprobieren ist das Motto!

Gemeinsam sind wir stärker.

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Los geht’s!

Headerbild: Sarah Groblechner via Unsplash

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Katja
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Katja

Hoffnung kommt durch Handeln. Dieses Motto hilft Katja morgens aus dem Bett. Seit sie begonnen hat, ihren Alltag durch die "Was kann ich tun"-Brille zu betrachten, hat sie wieder Hoffnung. Und am meisten Hoffnung geben ihr die Begegnungen, die sie dank Content4Future und My Friday hat. Deshalb schreibt sie am allerliebsten hier. Auch wenn sie andernorts ebenfalls mit Schreiben ihr Geld verdient.

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2 Kommentare

  1. Ich betrachte Urlaub und Verreisen absolut nicht als siamesischen Zwillinge. Das scheint mir ein fatales Framing unserer auf Überkonsum ausgerichteten Zeit zu sein.
    Freie Tage bedeuten für mich zuerst ausschlafen, gut frühstücken und Zeit für die Familie. Dagegen sind Reisen immer mit packen, Fahrt planen und durchführen, ankommen, orientieren, Verpflegung sicherstellen usw. verbunden. Da wir meist Ferienhäuser buchen und selten in Hotels übernachten, lohnt sich das Ganze erst ab einer Woche.
    Die Ferien dazwischen ruft der Garten. Der macht auch Arbeit, ist dafür zugleich Oase zum Entspannen, mit Freunden treffen und gut essen. Anfahrtszeit 15 Minuten. Dabei es bleibt super viel Zeit, per Buch in ferne Welten zu verreisen.

    • Sehr wichtiger Punkt – absolut richtig! Uns war es wichtig, den Reiselustigen zu zeigen, dass man auch ohne Flieger jede Menge Neues entdecken kann. Tatsächlich gehört es aber auch mit zu den Problemen, dass Urlaub und Verreisen häufig gleichgesetzt werden.
      Statt der Kurzreise zu Hause zu bleiben, wäre ein weiterer Impuls, vielleicht schieben wir den ja noch hinterher.

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