Schritt für Schritt mehr Klimaschutz
Mit unseren Klimaschritten geben wir dir immer freitags einen ganz konkreten Impuls, was du tun kannst, um zu mehr Klimaschutz beizutragen. Von deinem persönlichen CO2-Fußabdruck bis hin zu Klima-Handabdruck-Maßnahmen, die das System verändern.
Wärmepumpen sind die effizientesten und klimafreundlichsten Heizungen, die es gibt. Daran ändert auch die geplante Gesetzesänderung der Bundesregierung nichts. Kümmere dich also am besten direkt um die Förderung, bevor sie die Gelder dafür womöglich kürzt oder streicht. Dann sparst du viel Geld beim Einbau einer Wärmepumpe und danach jeden Monat beim klimafreundlichen Heizen.
Warum die Wärmepumpe meist die beste Wahl ist
Der Erfolg der Wärmepumpe hat mit Physik zu tun: Ähnlich wie ein Kühlschrank – nur umgekehrt – zieht sie Wärme aus der Umgebung (aus der Luft, dem Wasser oder der Erde) und nutzt sie zum Heizen. Keine andere Technik ist dabei so effizient: Wärmepumpen erzeugen aus 1 kWh (Kilowattstunde) Strom im Idealfall 3 bis 5 kWh Wärme.
Länder wie Norwegen machen es vor: Hier haben bereits 65 Prozent aller Haushalte eine Wärmepumpe. Das zeigt, wie gut Wärmepumpen selbst bei zweistelligen Minusgraden funktionieren!
Wie das aktuelle „Heizungsgesetz“ die Wärmewende anschiebt
Dazu kommt der Klimavorteil: Anders als Gas- oder Ölheizungen verbrennen Wärmepumpen keine fossilen Energieträger und erzeugen so kaum Treibhausgase. Das ist sehr wichtig, denn mehr als 30 Prozent der Energie verbrauchen wir fürs Heizen. Ohne klimaneutrale Heizungen können wir die Klimaschutzziele nicht erreichen.
Das „Heizungsgesetz“ (eigentlich Gebäudeenergiegesetz (GEG)), ist entstanden, um die Wärmewende voranzutreiben. Es schreibt konkret vor, dass in Neubauten nur Heizungen eingebaut werden dürfen, die mit mindestens 65 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden. Für bestehende Gebäude gibt es Übergangsfristen und Ausnahmen. Das heißt: Funktionierende Heizungen können weiter betrieben werden. Die Details kannst du zum Beispiel bei der Verbraucherzentrale auf der Seite GEG: Was steht im Gebäude-Energie-Gesetz nachlesen.
Für die meisten Gebäude sind Wärmepumpen die beste Wahl. Leider kosten sie aktuell mehr als Gas- oder Ölheizungen. Daher fördert der Staat diesen Umstieg (noch) mit viel Geld. Je nachdem, welche Voraussetzungen du erfüllst, bekommst du zwischen 30 und 70 Prozent der Kosten zurück. Einen Überblick, was aktuell gilt, zeigt dir die Grafik.

Hier gibt es die ganze Präsentation zum Download.
Wie uns die Bundesregierung in die Gaskostenfalle führen könnte
Die Bundesregierung will das bisherige GEG durch ein „Gebäudemodernisierungsgesetz“ mit neuen Regeln ersetzen: Statt den Einbau von Wärmepumpen zu fördern, soll künftig auch der Einbau von neuen Gas- und Ölheizungen erlaubt sein. Expertinnen und Klimaschützer sind entsetzt, weil sich so die Klimaziele nicht erreichen lassen.
Was viele Menschen nicht bedenken: Mit Gas zu heizen wird künftig teurer werden. Zum einen wird der CO2-Preis in den nächsten Jahren steigen. Zum anderen werden die Kosten für die Gasverteilnetze steigen, wenn sie auf immer weniger Haushalte umgelegt werden. Manche Kommunen wie Mannheim haben sogar schon angekündigt, dass sie die Gasnetze bald ganz stilllegen wollen.
Die Augen reiben muss man sich auch bei den Ideen, mit denen Erdgas „grüner“ werden soll, nämlich durch die stufenweise Beimischung von Bio-Methan und „grünem“ Wasserstoff ab 2029. Das Problem: Es gibt nicht genug von diesen Gasen und außerdem sind sie viel zu teuer.
Es droht also eine regelrechte Gaskostenfalle für alle, die ihre Heizung nicht umstellen wollen oder können.
Wege aus der Gaskostenfalle für Hausbesitzende und Mieter*innen
Steigende Kosten für Gas drohen nicht nur Menschen, die im eigenen Haus leben, sondern auch denjenigen, die zur Miete wohnen.
Warum das so ist, und was du dagegen tun kannst, erfährst du bei der Initiative “Wege aus der Gaskostenfalle” von GermanZero. Dort findest du auch den Link zu einer Petition, die bezahlbare Wärme für alle und eine klare und verlässliche Förderung für den Umstieg auf erneuerbare Energien fordert.
Schau außerdem unbedingt beim Umweltinstitut München vorbei. Dort findest du auf der Seite Wärmewende retten – raus aus der Gaskostenfalle ein ganzes Aktionspaket. Oder du unterzeichnest die Petition Frau Reiche, es reicht! Damit forderst du direkt Friedrich Merz dazu auf, Katherina Reiche als Wirtschaftsministerin zu entlassen und eine von der Gas-Lobby unabhängige Person zu ernennen.
Noch ist das neue Gesetz nicht beschlossen, und noch läuft die Förderung, angeblich bis 2029. Aber auch in derselben Höhe? Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, warte also nicht lange, sondern mach dich jetzt schlau.
Du suchst mehr Infos zu Wärmepumpen und der Förderung?
Du willst erst einmal verstehen, wie Wärmepumpen funktionieren und worauf es beim Heizungstausch ankommt? Dann informier dich zum Beispiel bei der Energieberatung der Verbraucherzentralen. Dort kannst du dich auch für eine individuelle Beratung vor Ort anmelden. Es gibt Online-Vorträge, einen Wärmepumpen-Angebotsvergleich und alles rund um Fördermittel.
Eine weitere Möglichkeit sind Wärmepumpen-Infotage. Gerade läuft die Ausschreibung für 25 Veranstaltungen in ganz Deutschland. Vielleicht macht ja deine Kommune mit.
Mit Klick auf das Video wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt und es werden Daten an YouTube übertragen.
Dieses und viele weitere Videos vom „Energiesparkommissar“ Carsten Herbert geben dir einen leicht verständlichen und unterhaltsamen Einstieg.
Du hast dich schon für eine Wärmepumpe entschieden?
Worauf wartest du dann noch? Stell am besten bald einen Förderantrag, bevor es zu spät ist. Dazu brauchst du als erstes ein unverbindliches Angebot von einem Installationsbetrieb. Das bedeutet aber nicht, dass du die Wärmepumpe wirklich bei diesem Betrieb kaufen musst. Denn ist der Antrag bewilligt, hast du noch drei Jahre Zeit, weitere Angebote einzuholen, zu vergleichen und dann die Wärmepumpe einbauen zu lassen – ganz egal, was die Politik sich bis dahin ausgedacht hat.
Alle aktuellen Infos zur Heizungsförderung findest du bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Dort stellst du auch den eigentlichen Antrag.
Was bewirkt das?
- Du sicherst dir jetzt Geld vom Staat für eine moderne Heizung.
- Du heizt auf Dauer günstiger und klimafreundlicher.
- Du machst dich unabhängiger von fossilen Energien und schwankenden Gas- und Ölpreisen.
- Du trägst aktiv zur Wärmewende bei.
Gemeinsam sind wir stärker.
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Los geht’s!
Headerbild: Canva
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Veröffentlicht oder zuletzt aktualisiert am 27.03.2026




