Schritt für Schritt mehr Klimaschutz
Mit unseren Klimaschritten geben wir dir immer freitags einen ganz konkreten Impuls, was du tun kannst, um zu mehr Klimaschutz beizutragen. Von deinem persönlichen CO2-Fußabdruck bis hin zu Klima-Handabdruck-Maßnahmen, die das System verändern.
Der Veganuary ist fast zu Ende. Wieder haben viele Uni-Mensen mitgemacht und gezeigt, wie gut ein veganes Angebot funktioniert. Wenn du dir wünschst, dass es in deiner Mensa nicht nur im Januar pflanzenbetontes Essen gibt, dann werde jetzt selber aktiv.
Die Uni-Mensa als Klimaschutz-Hebel
In Deutschland studieren knapp drei Millionen Menschen. Wenn sie in ihrer Mensa
eine ansprechende vegetarische Auswahl hätten und auch jeden Tag veganes Essen wählen könnten, wäre das ein großer Hebel für den Klimaschutz. Weil sich unsere Ernährung insgesamt stark auf das Klima auswirkt – im Guten wie im Schlechten. Und weil neue Gewohnheiten von jungen Menschen noch Jahrzehnte einen Unterschied machen.
Die gute Nachricht ist: Die Studierendenwerke als Träger der Mensen sind häufig offen für Veränderungen. Sie sehen ihre Verantwortung und möchten natürlich auch ihre Gäste – also dich – zufriedenstellen. Dabei gehen sie auch selbst auf die Studierenden zu. Zum Beispiel in Gießen mit dem Kochwettbewerb “Mensa-Takeover: Studis kochen grün”. Wichtig ist den Studierendenwerken aber auch, dass es für pflanzenbasiertes Essen eine verlässliche Nachfrage gibt.
Bei deiner Mensa kannst du also super ansetzen, wenn du mehr machen möchtest, als nur deinen eigenen ökologischen Fußabdruck zu senken. Also: Nutze deinen Handabdruck für klimafreundliches Essen in der Mensa!
MENSArevolution
Einen guten Einstieg findest du bei der MENSArevolution. Das ist eine bundesweite studentische Initiative für nachhaltige und zukunftsfähige Mensen. Ihr zentrales Anliegen ist es, Klimaschutz und Ernährung konsequent zusammen zu denken: Die Speiseplangestaltung soll sich dafür beispielsweise an den Empfehlungen der Planetary Health Diet ausrichten, und es soll in jeder Mensa mindestens ein veganes Essen pro Tag geben.
Dafür haben sie einen Katalog mit 19 Forderungen zu den Themen Klimaschutz, Tier- und Umweltschutz, Mensa für Alle, Abfallvermeidung & Transparenz aufgestellt. Er wird bereits von über sechzig Studierenden-Vertretungen, Vereinen, Institutionen und Gruppen unterstützt. Denn die MENSArevolution spricht mit allen: Mit den Leuten, die Entscheidungen treffen und umsetzen, also den Studierendenwerken und den Betreibern der Hochschulgastronomie. Sie richtet sich aber genauso an dich und andere Studierende.
Unter Mitmachen findest du mehrere Möglichkeiten, wie du die MENSArevolution direkt unterstützen kannst – oder sie dich, zum Beispiel mit dem Leitfaden How to MENSArevolution in deiner Stadt.
Hier nur zwei Beispiele, die zeigen, was die MENSArevolution bereits erreicht hat:
- In den Berliner Uni-Mensen sind die Speisepläne seit 2021 zu 68 % vegan und zu 28 % vegetarisch.
- In Stuttgart gibt es täglich den so genannten “veganen Renner”, der immer das günstigste Hauptgericht ist.
Plant-Based Universities
Plant-Based Universities ist eine internationale Studierendeninitiative, die 2021 in Großbritannien gegründet wurde und pflanzenbasiertes Essen für Uni-Mensen fordert. Mittlerweile haben sich Studierende von 60 Unis europaweit angeschlossen, in Deutschland gibt es Gruppen in Marburg, Landau-Kaiserslautern, Heidelberg, Freiburg, Köln und München.
An einigen Unis wurden bereits im Studierenden-Parlament Anträge zu einer rein pflanzlichen Verpflegung in den Mensen positiv entschieden. Das ist ein wichtiger Schritt, denn für den langen Weg der Umstellung braucht es eine breite Basis der Zustimmung.
Plant-Based Universities organisieren sich in lokalen Gruppen, über Messenger oder haben Profile auf Instagram. Über den Button Join the Movement bekommst du Kontaktdaten in Deutschland.
Finde eine Gruppe oder gründe selber eine
Schau dich an deiner Uni um oder frag in deiner Fachschaft nach, ob es schon Gruppen gibt, die sich für die Mensaverpflegung engagieren. Das können Umwelt-Initiativen, ökologische Arbeitsgruppen oder spezielle Asta-Referate sein. Wenn du eine passende Gruppe gefunden hast, bring dein Thema mit und diskutiert gemeinsam, was und wie ihr das zusammen angehen möchtet.
In München gibt es zum Beispiel neben Plant-Based Universities München die Grüne Mensa vom Referat für Umwelt der Technischen Universität München (TUM) und das Umweltreferat der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Im Podcast der LMU Der grüne Hörsaal erzählt Philipp, wieso er bei Plant-Based Unis München mitmacht und was dort passiert. Außerdem unterstützen der AStA und das Referat Umwelt der TUM offiziell die Forderungen der MENSArevolution.
Es gibt in deiner Stadt noch keine Gruppe? Dann gründe selber eine. Sicher findest du schnell andere Menschen, mit denen du dich gemeinsam für mehr pflanzenbetontes oder veganes Mensaessen einsetzen kannst.
Was bewirkt das?
- Du legst den Grundstein für mehr veganes und pflanzenbetontes Essen in der Mensa.
- Du motivierst andere, selbst aktiv zu werden.
- Du stößt Veränderungen an, die noch weiterwirken, wenn du nicht mehr an der Uni bist.
Los geht’s!
Headerbild: MENSArevolution
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Veröffentlicht oder zuletzt aktualisiert am 30.01.2026




