Schritt für Schritt mehr Klimaschutz
Mit unseren Klimaschritten geben wir dir immer freitags einen ganz konkreten Impuls, was du tun kannst, um zu mehr Klimaschutz beizutragen. Von deinem persönlichen CO2-Fußabdruck bis hin zu Klima-Handabdruck-Maßnahmen, die das System verändern.
Ist dein Keller, Dachboden oder Abstellraum auch voll mit Sachen, die du eigentlich nicht mehr brauchst? Und gleichzeitig wünschst du dir Ersatz für die Vase, die letztens zerbrochen ist? Oder mal wieder ein neues Bild über dem Esstisch?
Klingt nach: Ab auf den nächsten Flohmarkt! Wobei, die ganze Schlepperei kann ganz schön anstrengend sein. Wäre doch viel praktischer, wenn der Flohmarkt direkt vor der Tür stattfände, oder?
Kein Problem, auch das geht: beim Straßenflohmarkt, Dorfflohmarkt, Hofflohmarkt oder Stadtteilflohmarkt. Egal, wie du es nennst – Hauptsache, du kannst direkt in deinem Garten, deinem Innenhof oder deiner Garage mitmachen.
Vielleicht findet ja dieses Frühjahr ein Straßenflohmarkt bei dir statt? Und wenn nicht? Dann kannst du auch selber einen organisieren! Damit du direkt loslegen kannst, haben wir dir einen 5-Punkte-Plan zusammengestellt.
5 Schritte zu deinem Straßen- oder Dorfflohmarkt
1. Mitstreiter*innen finden
Damit du nicht alles allein organisieren musst und weil so ein Flohmarkt ja ein Nachbarschaftsprojekt sein soll, such dir als erstes Mitstreiter*innen. Also Nachbar*innen, die mitorganisieren, denn zusammen geht alles dreimal so schnell und macht viel mehr Spaß.
Wenn du noch keinen direkten Draht in die Nachbarschaft hast, kannst du auf nebenan.de fragen, wer mithelfen möchte. Oder du hängst ein paar Zettel an Straßenlaternen, an der Bushaltestelle oder im Supermarkt auf.
2. Flohmarktbereich festlegen und Termin finden
Vielleicht liegt in deinem Dorf oder Stadtteil auf der Hand, wo der Flohmarkt hingehört. Wenn nicht, leg den Bereich genau fest. Die Erfahrung spricht dafür, den Flohmarktbereich lieber nicht zu groß zu halten, damit es sich nicht verläuft.
Als Termin eignet sich ein Wochenendtag im Frühling oder Herbst, idealerweise außerhalb von Schulferien oder langen Wochenenden. Wenn es in angrenzenden Stadtteilen schon Flohmarkttermine gibt, sollten die sich nicht mit eurem überschneiden – schließlich möchtet ihr auch gerne Besucher*innen aus der erweiterten Nachbarschaft anlocken.
Auch auf einen Kernzeitraum solltet ihr euch einigen, damit alle Beteiligten sich besser darauf einstellen können. Wählt ihn nicht zu lang, 10-16 Uhr oder 11-17 Uhr reicht meist völlig aus.
3. Eine Anlaufstelle einrichten
Sowohl für interessierte Besucher*innen als auch für die Nachbarschaft, die mit eigenen Ständen mitmachen möchte, braucht es in der Planungsphase Irgendeine Form von zentraler Anlaufstelle für Informationen und Rückfragen. Das kann eine Telefonnummer oder eine E-Mail-Adresse sein, noch besser ist natürlich eine kleine Website. Vielleicht gibt es eine Organisation, an die ihr euch dranhängen könnt? Zum Beispiel die Kirchengemeinde, einen Dorfverein oder das Nachbarschaftszentrum im Stadtviertel?
Welche Infos diese Anlaufstelle mindestens bieten sollte:
- Wann und wo findet der Flohmarkt statt?
- Wie und wo kann man sich anmelden?
- Wer kann mitmachen und worauf muss man dabei achten?
Braucht ihr eine Karte mit Standübersicht?
Das kommt auf die Gegebenheiten vor Ort an. Wenn euer Dorf oder Stadtteil eher kompakt und übersichtlich ist und außerdem viele mitmachen, funktioniert es auch ohne. Wenn nicht, laufen Stände außerhalb der zentralen Achsen Gefahr, übersehen zu werden.
Der Vorteil einer Karte ist auch, dass sie die Motivation steigern kann: Je mehr Nachbar*innen sichtbar mitmachen, desto mehr steigt die Lust der übrigen, auch dabei zu sein.
Individuelle Karten für euren Flohmarkt anlegen könnt ihr zum Beispiel über umap (OpenStreetMap) (Kurzanleitung) oder auch bei Google Maps.

4. Veranstaltung bei Stadt oder Kommune ankündigen
Straßen- oder Dorfflohmärkte sind leicht auf die Beine zu stellen, weil man dafür in der Regel keine Genehmigung seitens der Stadt braucht, solange
- die Stände auf Privatgrundstücken aufgebaut werden,
- kein kommerzieller Verkauf stattfindet und
- keine Lebensmittel und Getränke verkauft werden (die Abgabe von selbstgebackenem Kuchen gegen Spende ist in der Regel kein Problem).
Informier dich auf jeden Fall kurz bei deiner Stadt oder Kommune, wie die Bedingungen vor Ort sind. Auch wenn die Veranstaltung nicht genehmigt werden muss, solltet ihr sie zumindest formlos ankündigen. Dann wissen zum Beispiel Polizei und Feuerwehr Bescheid, warum hier plötzlich deutlich mehr Menschen unterwegs sind als sonst.
5. Werbung und Weitersagen
Um möglichst viele Nachbar*innen zum Mitmachen zu motivieren und am Flohmarkttag möglichst viele Besucher*innen anzulocken, muss er natürlich bekannt werden.
Flyer und Plakate verteilen
Wenn ihr etwas Geld dafür habt, lasst ein paar Flyer drucken und werft sie in die Briefkästen der Nachbarschaft. Natürlich könnt ihr auch beim Bäcker, Kiosk oder Friseur fragen, ob ihr kleine Plakate oder Ausdrucke als Werbung für den Flohmarkt aufhängen dürft.
Bestehende Strukturen und Netzwerke nutzen
Redet mit allen, die ihr kennt, über euren Plan. Und hängt euch außerdem an bestehende Strukturen an: zum Beispiel den Newsletter des örtlichen Heimatvereins, den Veranstaltungskalender der Stadt, oder das Schwarze Brett auf dem Dorfplatz.
Wenn ihr den Flyer in digitaler Form zur Verfügung stellt, können Nachbar*innen ihn in ihren Messengerstatus stellen und selber Werbung machen. Oder ihr stellt den Flohmarkt als Veranstaltung auf nebenan.de ein.
Übrigens: Wenn du einen Dorfflohmarkt veranstaltest, kannst du ihn auch auf dorfflohmarkt-online.de eintragen.
Bei den Hofflohmärkten mitmachen
Wenn du in einer der unterstützten Städte wohnst (aktuell sind das 17 Städte von Augsburg über Köln bis Würzburg), kannst du dich gegen eine kleine Gebühr auch den Hofflohmärkten anschließen. Die Organisation rund um die Standübersicht übernimmt dann das Hofflohmarkt-Team, außerdem bewirbt die Plattform die Märkte über Social Media und mit verschiedenen Kooperationen.
Lokalzeitung informieren und einladen
Sichtbarkeit für den Flohmarkt bekommt ihr auch, wenn ihr die Lokalzeitung anruft oder ihr schreibt. Das kann eine kurze Pressemitteilung mit den wichtigsten Infos zu „was, wann, wo“ oder eine E-Mail sein. Darin könnt ihr auch anbieten, ein kurzes Interview zu führen. Und wenn ihr die Lokalzeitung zum Flohmarkt einladet, bekommt ihr vielleicht auch im Nachhinein noch einen schönen Bericht über eure Veranstaltung.
Am Flohmarkttag
So, die Nachbar*innen sind mobilisiert, die Dachbodenschätze abgestaubt und die ausrangierte Kinderkleidung sortiert? So sorgt ihr dafür, dass der Flohmarkttag für alle unvergesslich wird:
Bunt und fröhlich
Besorgt ein paar Luftballons, bastelt Girlanden, malt Wegweiser mit Kreide auf die Straße – kurz: Macht auf die Stände aufmerksam. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn sie versteckt im Garten oder Hinterhof stattfinden.
Spontane Besucher*innen lockt ihr mit ein paar Plakaten und Pfeilen am Rande des Flohmarktbereichs an.

Begegnungsorte schaffen
Das Schönste am Stadtteilflohmarkt ist das Zusammentreffen mit der Nachbarschaft. Und einfacher war es noch nie: Stellt einfach ein paar Gartenstühle oder einen Stehtisch vor die Tür und bietet einen Kaffee oder ein paar Muffins (zum Beispiel gegen Spende) an. Die Gespräche ergeben sich in dieser Atmosphäre von ganz alleine.
Was bewirkt das?
- Du kannst deine alten Schätzchen zum Verkauf anbieten und Platz für Neues schaffen.
- Du sorgst dafür, dass ungenutzte Dinge ein neues Zuhause finden, statt auf dem Müll zu landen.
- Du schaffst Gelegenheiten, miteinander ins Gespräch zu kommen und zusammen Kaffee zu trinken – kurz: Du bringst die Nachbarschaft zusammen.
Gemeinsam sind wir stärker.
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Los geht’s!
Alle Bilder: Privat
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Veröffentlicht oder zuletzt aktualisiert am 20.03.2026





