Schritt für Schritt mehr Klimaschutz
Mit unseren Klimaschritten geben wir dir immer freitags einen ganz konkreten Impuls, was du tun kannst, um zu mehr Klimaschutz beizutragen. Von deinem persönlichen CO2-Fußabdruck bis hin zu Klima-Handabdruck-Maßnahmen, die das System verändern.
Findest du es nicht auch schade, wie viele Lebensmittel einfach ungegessen weggeworfen werden? Sicher hast du in deiner Küche oft Essbares, das eigentlich noch gut ist, aber nicht verwendet wird. Vielleicht hast du auch mal in einem Restaurant gearbeitet und musstest mit ansehen, wie viele frisch zubereitete Speisen, die nicht verkauft wurden, einfach im Müll landeten.
Eine einfache Lösung für Lebensmittelverschwendung heißt Foodsharing! Du brauchst nur die richtige App dafür, und schon kannst du kostenlos Lebensmittel retten – indem du sie spendest, oder selber einsammelst, anstatt einkaufen zu gehen.
Was ist Foodsharing – und warum ist es gut für Klima und Geldbeutel?
Lebensmittelverschwendung ist ein riesiges Umweltproblem. Egal ob Obst, Gemüse, Brot, Fleisch oder verarbeitete Speisen – alles wurde einmal mit viel Aufwand angebaut, produziert, verpackt und transportiert. Wenn die Sachen dann im Müll landen, obwohl sie noch gut essbar sind, bedeutet das vergeudete Energie und unnötige klimaschädliche Emissionen.
Über 10 Millionen Tonnen Lebensmittel werden in Deutschland jedes Jahr weggeworfen. Würden wir diese Abfälle halbieren, könnte man so die durch unseren Essenskonsum entstandenen CO2-Ausstöße um satte 10% senken.
Dabei hilft Foodsharing, was nichts anderes als Essen teilen bedeutet. Foodsharing gibt es in vielen Formen:
- Supermärkte und Restaurants bieten überschüssige Lebensmittel über Apps an.
- In Foodsharing-Stationen oder “Fair-Teilern” kannst du kostenlos Essen holen oder selbst etwas dalassen.
- Und in deiner Nachbarschaft kannst du Lebensmittel mit anderen Menschen teilen.
Auf diese Weise gerettete Lebensmittel sind nicht immer kostenlos, aber immer deutlich günstiger als die übliche Supermarkt- oder auch Discounter-Variante. Je mehr Lebensmittel du also rettest, umso mehr Geld sparst du auch.
Die 3 besten Foodsharing-Apps, um Lebensmittel zu retten
Too Good To Go – Rettertüten von Supermärkten und Restaurants
Too Good To Go ist die beliebteste Foodsharing-App in Deutschland. Mit dieser App rettest du Lebensmittel, die Geschäfte am Ende des Tages übrig haben. Gib einfach deinen Standort ein und schau, welche Bäckereien, Supermärkte oder Restaurants in deiner Nähe Rettertüten anbieten. Diese Essenspakete stehen oft am späten Nachmittag oder Abend bereit und kosten nur einen Bruchteil des Ladenpreises. Darin sind gute Sachen, die nicht verkauft wurden, aber mindestens noch für den Rest des Tages haltbar sind. Too Good To Go gibt es in fast allen großen Städten wie Hamburg, Berlin, Köln und München, und auch in vielen kleinen Dörfern und Gemeinden.
Foodsharing.de – kostenlos Lebensmittel retten und teilen
Foodsharing.de ist eine Website, über die du Fair-Teiler in deiner Nähe findest. Fair-Teiler sind öffentliche Stationen, oft Kühlschränke oder Regale, wo du deine übrig gebliebenen Lebensmittel hinbringen – oder selber welche kostenlos abholen kannst. Schau mal auf der Karte, wo es überall Fair-Teiler in deiner Nähe gibt. Wenn du selber Essen teilen willst, kannst du dich einfach registrieren.
nebenan.de – teile dein Essen mit der Nachbarschaft
Wahrscheinlich kennst du nebenan.de als Nachbarschafts-App, die dich mit den Menschen in deiner Nähe vernetzt. Hier kannst du in deinem Viertel neue Freund*innen finden, Nachbar*innen aushelfen, Schnäppchen machen – und ihr könnt euer Essen teilen. Du kannst dort einfach spontan Lebensmittel anbieten, von denen du zu viel gekauft hast. Oder auch zubereitete Speisen, wenn von einer Feier noch Reste übrig sind. Vielleicht gibt es in deiner Nachbarschaft sogar schon eine extra Foodsharing-Gruppe – oder du gründest selber eine. Die örtliche Nähe macht es leicht, schnell und unkompliziert Lebensmittel abzugeben oder abzuholen.
Tipp: Mach den Freitag zum Foodsharing-Tag
Das Wochenende steht vor der Tür und du überlegst, was es Leckeres zu essen geben wird? Nimm dir einfach am Freitag kurz Zeit für einen Küchen-Check. Sind da noch Lebensmittel, die du nicht verwerten willst (zum Beispiel im Reste-Tag), die aber am Montag schlecht wären? Oder Konserven, die schon länger ungenutzt herum stehen?
Gib diese Sachen bei deiner Foodsharing-App ein und schau gleichzeitig, ob jemand vielleicht etwas abzugeben hat, das du gebrauchen könntest. Das ist Kreislaufwirtschaft, die richtig lecker ist!
Was bewirkt das?
- Du sparst bares Geld, wenn du gerettete Lebensmittel vewertest.
- Du tust anderen etwas Gutes, wenn du überschüssige Lebensmittel weitergibst.
- Du trägst dazu bei, dass weniger Lebensmittel weggeworfen werden.
- Und je mehr Menschen du motivierst, mitzumachen, umso mehr vergrößerst du deinen Klima-Handabdruck.
Gemeinsam sind wir stärker.
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Los geht’s!
Headerbild: 5R-MFT, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
- Rette Lebensmittel mit Foodsharing-Apps - 23. Januar 2026
Veröffentlicht oder zuletzt aktualisiert am 23.01.2026




